Sehenswertes in Leipzig-Schönefeld

Auf Grund seiner sehr langen selbstständigen Entwicklung als Rittergut und Dorf bis zur Eingemeindung 1915 nach Leipzig gibt es heute noch sehenswerte Gebäude und Parkanlagen in Leipzig-Schönefeld. Diese zeigen den Charakter des "alten Dorfes", den man so kaum in Leipzig findet.

Hierzu gehören:

die Gedächtsniskirche: Es wird vermutet, dass bereits um bzw. vor 1300 eine Kirche in Schönefeld errichtet wurde. Der erste kirchliche Einfluß sowie der erste Priester werden um die gleiche Zeit erwähnt. Die Kirche wurde durch die verschiedensten Schlachten und Brände mehrmals zerstört und wieder aufgebaut bzw. umgebaut, zuletzt 1916. Erwähnenswert ist, dass die Großeltern Richard Wagners dort getraut wurden und natürlich Clara Wieck und Robert Schumann.

 

 

 

 

 

Pyramide in Schönefeld die Eberstein'sche Pyramide als Grabmal: Diese Pyramide lies von 1883 - 85 Baroness Clara Hedwig von Eberstein (letzte Besitzerin des Schloß und Dorfes Schönefeld) als Grabstätte für sich, ihre Geschwister und Eltern errichten. Der Architekt war Constantin Lipsius. Die Form als Pyramide geht auf Ihre vielen Weltreisen nach Ägypten zurück. Die Pyramide ist außen ca. 6 Meter hoch und besteht aus einer sehr großen gemauerten Gruft, dessen äußere Hülle mit schwarzen Granit verkleidet wurde. 2011 wurde sie saniert. Leider hat man kaum noch eigentliche Grabreste im Inneren gefunden, obwohl sich ehemals 5 Zinksärge darin befanden. Gegenüber dem Eingang befindet sich eine Steinbank auf welcher die Baroness sehr oft trauerte. Die Pyramide befindet sich neben der Kirche.

 

 

das Schönefelder Schloß: Der erste Schloßbau entstand 1604. Durch die Völkerschlacht zerstört erfolgte 1871 - 76 ein Neuaufbau durch Baroness Clara Hedwig von Eberstein. Heute befindet sich Förderschule für geistig und körperlich Behinderte darin. Regelmäßig finden hier Schloss-Konzerte statt und zweimal im Jahr kann man das Schloß und den Rest des Schlossparkes besichtigen.

 

 

 

Wassermühledie Wassermühle: Bereits in der noch urkundlich vorhandenen Ersterwähnung Schönefelds 1278 wurde die Wassermühle erwähnt. Auch sie wurde wie das Schloss und Kirche mehrmals beschädigt und wieder aufgebaut. 1928 erst wurde der Betrieb eingestellt. Unter anderem auch, weil die Parthe begradigt wurde.

 

 

 

 

 

 

 

das Rathaus: Erbaut 1904 - 05 durch den Gemeinderat Schönefeld und im Jahre 2011 - 12 saniert. Der damalige Neubau kostete 380.000 Mark. Das wären umgerechnet ca. 2,4 Millionen Euro.

 

 

 

 

der Mariannenpark: Nach Beschluß der Baroness von Eberstein und der Mariannenstiftung erfolgte in den Jahren 1911 - 28 das Anlegen des Mariannenparkes an der "Lindenallee", die bereits 1621 gebaut wurde. Der Mariannenpark ist mit 22,3 Hektar flächenmäßig die zweitgrößte Parkanlage in Leipzig. Es wird versucht im im alten Stil seines Architekten Migge wieder herzurichten und zu erhalten.

 

 

 

 

Abtnaundorfer Park - Schloß oben rechtsder Abtnaundorfer Park: Der Schloßpark zum dazugehörenden ehemaligen Schloß Abtnaundorf. Er wurde zwischen 1752 und 1755 durch Dr. Traugott Thomasius als Rittergutspark angelegt.
 

 

 

 

Quellen:

- "Album der Rittergüter und Schlösser des Königreichs Sachsen", herausgegeben von G.A. Poenicke
- "725 Jahre Schönefeld", herausgegeben vom Bürgerverein Schönefeld e.V. 1995
- "Schönefeld - Eine historische und städtebauliche Studio", herausgegeben vom Verlag PROLine 1996